Erster Workshop zur CLIF Workshopreihe: Wesentliche Umweltauswirkungen des Konsums und der Produktion von Lebensmitteln

In insgesamt fünf Workshops diskutiert corsus im Rahmen des CLIF-Projekts mit Stakeholdern der Zielregionen Deutschland, Thailand, Südafrika und Paraguay, NGOs und internationalen Ökobilanzexpert:innen, welches die wesentlichen Umweltauswirkungen des Konsums und der Produktion von Lebensmitteln sind.

Am 22.09.22 fand der erste Workshop mit deutschen Nichtregierungsorganisationen statt. Gemeinsam mit Vertreter:innen von Greenpeace, Global Nature Fund, Bodenseestiftung, ProVeg International, WWF Deutschland, Agora Agrar und der Deutschen Umwelthilfe diskutierte corsus die wesentlichen globalen und nationalen Umweltauswirkungen des Konsums und der Produktion von Lebensmitteln. Zunächst wurden die aus globaler Perspektive wichtigsten Umweltauswirkungen unter die Lupe genommen. Es bestand Einigkeit, dass für nachhaltige Ernährungssysteme insbesondere die Verluste von Biodiversität und der Klimawandel zu den wichtigsten Herausforderungen gehören, die es global zu bewältigen gilt. Nach einem kurzen Impuls zu den Ergebnissen aktueller Studien zu Umweltauswirkungen von Ernährung in Deutschland, wurden in Kleingruppen die treibenden Kräfte diskutiert und die Folgen der wesentlichen Umweltauswirkungen erörtert. Nach der Diskussion stimmten die Teilnehmenden darüber ab, welche Umweltauswirkungen die relevantesten sind, die mit der Ernährung in Deutschland verbunden sind. Auch für Deutschland werden die Biodiversitätsverluste und der  Klimawandel national als die bedeutendsten Umweltauswirkungen eingeschätzt, die mit dem Konsum und der Produktion von Lebensmitteln einhergehen.

Mit dem Bewusstsein, dass der Biodiversitätsverlust und der Klimawandel eng miteinander verknüpft sind, waren sich alle einig, dass sowohl global als auch national eine Ernährungswende im Einklang mit den planetaren Grenzen notwendig ist. Eine zielgruppengerechte Kommunikation der wesentlichen Umweltauswirkungen, die durch das Ernährungssystem entstehen, wird dringend gebraucht, damit möglichst alle erreicht werden.

Ziel von ‚CLIF‘ ist die Konzeption eines international nutzbaren Kommunikationstools zur Information von Konsument:innen über die Nachhaltigkeitsauswirkungen von Lebensmitteln. Im vom WWF Deutschland geleiteten Projekt identifiziert corsus als Projektpartnerin relevante Umweltauswirkungen von Nahrungsmitteln und entwickelt die Methode, wie Ökobilanzinformationen in einfach verständliche Informationen für das Kommunikationstool übersetzt werden können. Hierfür werden Workshops und Ökobilanzfallstudien in Deutschland (Europa), Südafrika (Afrika), Thailand  (Asien) und Paraguay (Südamerika) durchgeführt. Die Website des Projekts gibt Hintergrundinformationen und aktuelle News rund um CLIF. Ein Factsheet und eine kurze Powerpointpräsentation stehen zum Download bereit.

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