corsus moderiert WeltWeitWissen-Kongress 2026 in Lübeck: Drei Tage über „Leben am Meer – Global und Lokal“
Vom 14. bis 16. September 2026 diskutierten in Lübeck Bildungs-Akteur:innen über die Zukunft von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globalem Lernen. Der Kongress verband globale Perspektiven mit lokaler Praxis – vom Jugendwettbewerb „NextGen Ocean City“ bis zu indigenen Stimmen aus Papua-Neuguinea. Die Moderation übernahm corsus.
Das Meer verbindet Themen, die auf den ersten Blick weit auseinanderliegen: Fischerei und Schifffahrt, globale Lieferketten, Klimakrise, Migration und Demokratie. Genau diese Verknüpfung machte der Kongress WeltWeitWissen 2026 zum Ausgangspunkt für drei intensive Tage unter dem Motto „Leben am Meer – Global und Lokal“. Von 14.-16. September trafen sich Bildungsakteur:innen, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie Interessierte direkt am Wasser in den Media Docks in Lübeck und diskutierten aktuelle Herausforderungen und Chancen des Globalen Lernens. Organisiert vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) und unter der Schirmherrschaft von Reem Alabali Radovan (Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und Daniel Günther (Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein) zielte das vielfältige Programm darauf ab, mit Bildung die Grundlagen unserer demokratischen Gesellschaft zu stärken. corsus übernahm die Hauptmoderation, Dr. Anke Butscher und Dr. Krishan Gairola leiteten gemeinsam durch das Programm, banden die Teilnehmenden interaktiv ein und kümmerten sich um eine lebendige Diskussion und konstruktives Feedback.
Eröffnet wurde der Kongress mit Grußworten von Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, Ministerpräsident Daniel Günther sowie Bischöfin der Nordkirche im Sprengel Schleswig und Holstein Nora Steen als dritte Schirmherrin. Drei Impulsvorträge setzten unterschiedliche Akzente: Linda Kastrup von Fridays for Future beleuchtete die gesellschaftliche Perspektive auf Meeresschutz und Demokratie und machte deutlich, wie wichtig praxisnahe Lernorte sind, da echte Erfahrungen junge Menschen prägen. Prof. Dr. Arne Körtzinger vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung teilte wissenschaftliche Einblicke in Klima- und Meeresschutz an der Küste Westafrikas und zeigte, welche Rolle Daten und Evidenz dabei spielen, die Lücke zwischen Wissen und Handeln zu schließen. Tanya Zeriga aus Papua-Neuguinea brachte eine indigene Perspektive ein und beschrieb, wie wichtig lokales Wissen für wissenschaftliche Erkenntnisse sein kann. Highlights des Abends waren der Empfang im Rathaus und die Führung zur Skulptur „Spirit Canoe“ des indigenen Künstlers David Seven Deers im Lübecker Domhof.
Der zweite Tag widmete sich der praktischen Umsetzung. Auf dem Bildungsmarkt präsentierten Organisationen wie Brot für die Welt, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, BUND und NABU Projekte und Methoden der BNE. Ein Coffee Talk mit einer Delegation von Kaffeebäuerinnen und Kaffeebauern aus Nicaragua machte globale Zusammenhänge konkret erlebbar. Parallel fanden Workshops, Vorträge und Exkursionen und Vernetzungsveranstaltungen statt, darunter viele sehr anschauliche Angebote wie z. B. ein Workshop zu Plastik im Meer inkl. praktischer Exkursion mit dem Katamaran „Seekuh“. Den Abschluss bildete ein kultureller Beitrag der Performance-Gruppe MeerManege e.V., die Meereswissen auf unterhaltsame und spektakuläre Weise vermittelte.
Der letzte Tag stand im Zeichen junger Perspektiven und großer Fragen. Beim Jugendwettbewerb „NextGen Ocean City“ wurden die besten Visionen für eine zukünftige Meeresschutzstadt Lübeck ausgezeichnet. Die Keynote von Dr. Antje Brock vom Institut Futur der Freien Universität Berlin thematisierte die Frage, was gute Bildung angesichts globaler Krisen leisten muss. Das abschließende Panel „Beyond the Sea: Security, Sustainability and the Power to Shape our Future through Education“ diskutierte mit internationalen Gästen – darunter Michael Klembara aus der Slowakei, Emma Schornstein von der Bundesschüler:innenkonferenz, Hendrik Plehn von der Bundeswehr Kiel und Henrik Welp vom TechHub SVINord – und unter reger Beteiligung des Publikums über die Rolle von Bildung in einer ungewissen Zukunft.
Über drei Tage hinweg wurde deutlich: Das Meer ist mehr als ein Lebensraum – es ist ein Symbol für die Verbundenheit lokalen Handelns und globaler Verantwortung. Der Kongress zeigte, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht nur Wissen vermittelt, sondern Räume schafft, in denen Menschen lernen, Fragen zu stellen, Perspektiven auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu finden.
Komplexe Themen verständlich machen, Diskussionen zielgerichtet führen und Beteiligung wirksam gestalten: corsus moderiert Veranstaltungen, Workshops, Kongresse und Dialogformate – professionell, flexibel und mit Blick auf klare Ergebnisse. Sie planen ein Format? Sprechen Sie uns gerne an.





