corsus präsentierte das Food Impact Toolkit (FIT) auf der Internationalen Konferenz zum Lebenszyklusmanagement

Auf der 12. Internationalen Konferenz Life Cycle Management (LCM 2025), die vom 9. bis 12. September 2025 in Palermo, Italien, stattfand, stellte Talita F. Amado das bei corsus entwickelte Food Impacts Toolkit (FIT) vor. Diese alle zwei Jahre stattfindende Konferenz gilt als eines der weltweit führenden Foren für ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit und bringt Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Branchenführer:innen unter dem Motto „Global to Local” zusammen. Im Vordergrund stehen praktische Instrumente und Methoden für einen nachhaltigen Wandel.

Während der Präsentation am Donnerstag, dem 11.09., stellte Talita F. Amado FIT vor – eine benutzer:innenfreundliche Open-Source-API zur Berechnung von Umweltauswirkungen für Lebensmittel und Rezepte. FIT wurde im Rahmen des vom deutschen Umweltministerium finanzierten CLIF-Projekts entwickelt und generiert Bewertungen für verschiedene Umweltverträglichkeitskategorien, darunter Klimawandel, Wasserverbrauch und Biodiversität, sodass Nutzer:innen die Umweltbilanz von Lebensmittelprodukten nachvollziehen können.

Eine der herausragenden Eigenschaften von FIT ist die Möglichkeit, eine aggregierte Punktzahl zusammen mit einer Buchstabenbewertung von A bis E anzugeben. Dieses Bewertungssystem vereinfacht komplexe Informationen und erleichtert es Verbraucher:innen und Außer-Haus Anbieter:innen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Darüber hinaus gewährleistet FIT Transparenz, indem es kennzeichnet, wenn Proxy-Daten verwendet werden, sodass die Nutzer:innen über die Herkunft und die Einschränkungen der Daten informiert sind.

Das Tool nutzt Proxy-Datensätze, um die regionale Anwendbarkeit zu erweitern, d. h. es kann an verschiedene lokale Kontexte angepasst werden, ohne dass für jedes Land umfassende Datensätze erforderlich sind. Diese Flexibilität wird durch die Anpassung bestehender Ökobilanzdaten (LCA) unter Verwendung regionsspezifischer Faktoren wie dem AWARE-Wasserknappheitsindex und Ernteertragsdaten von FAOSTAT erreicht. Die Nutzer:innen geben einfach ein Lebensmittel oder ein Rezept sowie die Menge ein, und FIT gleicht diese Eingabe mit den relevanten Umweltdaten ab, normalisiert und gewichtet sie, um eine Gesamtbewertung der Auswirkungen zu berechnen. Die Ergebnisse werden so dargestellt, dass die Auswirkungen nach Lebenszyklusphase und Umweltkategorie aufgeschlüsselt werden, wodurch sowohl allgemeine Einblicke als auch detaillierte Informationen bereitgestellt werden. Die API ist Open Source, so dass sie leicht in jedes Frontend – also eine benutzer:innenfreundliche Oberfläche eingebunden werden kann und so in Webseiten integriert werden kann.

Talita freute sich, das Tool vorzustellen, das eng mit den Zielen der Konferenz übereinstimmt: Lebenszyklusansätze in reale Entscheidungsprozesse zu übertragen. Die anregenden Gespräche und praktischen Erkenntnisse, die während der Veranstaltung ausgetauscht wurden, sind für die Förderung der Nachhaltigkeit in Lebensmittelsystemen von unschätzbarem Wert.

Die präsentierten Ergebnisse wurden im Rahmen des CLIF-Projekts erarbeitet, das vom BMUV im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert wird.

corsus ist Partnerin für nachhaltige Ernährungssysteme

Nachhaltige Ernährungssysteme sind entscheidend für einen gesunden Planeten. Die Erkenntnisse der Konferenz fließen direkt in unsere weitere Arbeit zu wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Lösungen ein. corsus wird den Diskurs hierzu auch weiterhin aktiv mitgestalten und politische Akteur:innen, Kommunen, Institutionen und Unternehmen dabei unterstützen, eine umweltverträgliche und gesundheitsfördernde, ethisch verantwortliche, alltagsadäquat gestaltete Ernährung umzusetzen, die sozio-kulturelle Vielfalt ermöglicht.

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