corsus unterstützt bei der Festlegung wissenschaftsbasierter Klimaziele nach SBTi V2
Am 11. Juni 2026 veröffentlichte die Science Based Targets initiative (SBTi) die lang erwartete Version 2.0 ihres Standards für wissenschaftsbasierte Klimaziele. Die Neufassung rückt die Umsetzung wissenschaftsbasierter Klimaziele stärker in den Mittelpunkt. Gefordert sind kurzfristige Zielzyklen, konkrete Umsetzungsschritte, Governance, ein jährlicher Fortschrittsnachweis und die Übernahme von Verantwortung für noch nicht vermiedene Emissionen. corsus unterstützt bei der Umsetzung des Standards und der Formulierung von Klimatransitionsplänen, die auch für Unternehmen, die nach CSRD berichtspflichtig sind, relevant sind.
Was ändert sich mit SBTi V2?
Die neue Version führt strengere Vorgaben ein. Zu den zentralen Neuerungen gehören:
- spezifische Anforderungen für Unternehmen unterschiedlicher Größe: Der neue Standard verfolgt keinen einheitlichen Ansatz mehr für alle Unternehmen. Stattdessen berücksichtigt er die unterschiedlichen Voraussetzungen kleiner und mittlerer Unternehmen sowie von Unternehmen in Ländern mit niedrigerem Einkommen. Dadurch sollen die Anforderungen besser zur Größe, zu den verfügbaren Ressourcen und zum jeweiligen wirtschaftlichen Umfeld eines Unternehmens passen.
- Kontext-spezifische Ziele: Unternehmen sollen Ziele festlegen, die ihre tatsächlichen Möglichkeiten zur Emissionsminderung widerspiegeln. Gleichzeitig wird die Verbindung zwischen Klimazielen und der Transformationsplanung gestärkt.
- Höhere Bedeutung kurzfristiger Zielzyklen: Unternehmen müssen sich mindestens zwei kurzfristige Ziele (Near-Term Targets) setzen. Dadurch rückt eine unmittelbare Emissionsminderung stärker in den Vordergrund als dies zuvor der Fall war.
- „Best-Effort“-Prinzip: Die Zielerreichung wird nach einem transparenten Best-Effort-Prinzip bewertet. Unternehmen müssen alle ihnen zur Verfügung stehenden Hebel zur Emissionsminderung nutzen und bestehende Umsetzungshindernisse aktiv angehen. Zugleich sind zentrale Annahmen, externe Abhängigkeiten und mögliche Einschränkungen offenzulegen. Um dies sicherzustellen, müssen regelmäßig geprüfte Fortschrittsberichte und Mindestfortschrittskriterien für die Zielsetzung in Folgezyklen erstellt werden und die Klimaziele stärker mit wirtschaftlichen Anreizen verknüpft werden.
- Umsetzungshierarchie: SBTi V2.0 führt eine Umsetzungshierarchie ein, die Unternehmen bei der Auswahl und Priorisierung geeigneter Maßnahmen unterstützt. Vorrang haben Maßnahmen, die Emissionen unmittelbar in den eigenen Betriebsabläufen und innerhalb der Wertschöpfungskette reduzieren. Erst danach kommen weiter gefasste Maßnahmen auf Aktivitäts-, Beschaffungs- oder Sektorebene in Betracht.
- Kontinuierliche Bewertung und Weiterentwicklung: Der neue Standard versteht Klimazielsetzung nicht als einmaligen Vorgang, sondern als kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Unternehmen müssen jährlich über ihre Fortschritte berichten und regelmäßig bewerten, ob sie sich weiterhin auf einem mit Net-Zero vereinbaren Zielpfad befinden.
Wobei kann corsus Sie unterstützen? Die Anforderungen von SBTi V2 sind anspruchsvoll – von der Datenerfassung bis zur Zielsetzung. Wir helfen Ihnen:
- Anforderungen zu klären und festzulegen,
- Klimaziele zu entwickeln und fortzuschreiben,
- einen Transformationsplan zu erstellen,
- Governance-Strukturen und die organisatorische Verankerung festzulegen,
- beim Datenmanagement und Reporting.
Ihr Ansprechpartner:
Felix Lücking
E-Mail: f.luecking@corsus.de
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