Eine Welt ohne Bienen ist undenkbar – heute ist Weltbienentag

Am 20. Mai 2026 ist der neunte Weltbienentag unter dem Motto „Bee Together for People and the Planet – A partnership that sustains us all“, der am 20. Dezember 2017 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen auf Antrag von Slowenien mit Unterstützung der Europäischen Union, verabschiedet wurde. Warum ein Gedenktag für Bienen? Bienen – und dazu gehören viel mehr Arten als die Honigbiene – bringen unersetzliche Ökosystemleistungen, indem sie Wild- und Nutzpflanzen bestäuben. In einem Vorhaben für das Bundesamt für Naturschutz (BfN) analysiert und bewertet corsus aktuell monetäre Kennzahlen für Bestäuberleistungen.

Bienen sind für die Bestäubung essenziell. Der weitaus größte Teil der Bestäubungsleistung wird durch Wildbienen, Hummeln und domestizierte Honigbienen erbracht.[i] Der monetäre Wert der Bestäuberleistung ist dabei groß: Allein in Deutschland liegt er nur für bestäubungsabhängige Kulturpflanzen bei ca. 3,9 Mrd. Euro.[ii] Der ökologische Wert, den Bienen & Co. für durch die Bestäubung von Wildpflanzen für den Erhalt der Artenvielfalt erbringen, ist dabei nicht eingerechnet. Der WWF beziffert den weltweiten ökonomischen Wert von Wildbienen mit 577 Mrd. Euro.[iii] Diese Zahlen zeigen eindrücklich, wie wesentlich Bienen nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für die Weltwirtschaft sind.

In Deutschland gibt es rund 600 Bienenarten – eine davon ist die Honigbiene (Apis mellifera).

Doch um den Schutz von Bienen steht es nicht gut. Zwei Drittel der hierzulande rund 600 Arten gelten als gefährdet.[iv] Dies liegt vor allem daran, dass die Lebensräume, die von Bienen benötigt werden, zunehmend zerstört werden. Dies sind fehlende Nistplätze wie Totholz oder offene Natursandflächen, aber auch die benötigten Nahrungs- und Futterpflanzen in der Umgebung der Nistplätze sowie zum Teil auch das benötigte Baumaterial, wie beispielweise Lehm, zum Bau der Brutzellen. Denn die meisten Bienen bauen ihre Brutzellen nicht aus Wachs wie die Honigbiene und leben auch nicht staatenbildend, sondern leben solitär und bauen ihre Nester in Totholz oder Pflanzenstängel, Löß- oder Lehmwände oder Trockenmauern, um nur einige Beispiele zu nennen.[v]

Für den Schutz der Bienen ist es daher notwendig, die benötigten Lebensräume zu erhalten. Hierzu kann nahezu jede:r beitragen, indem Nisthilfen bereitgestellt werden und ein vielfältiges Angebot an möglichst heimischen Blühpflanzen angeboten wird. Viele gute, wissenschaftlich fundierte Informationen finden sich dazu auf Wildbienen.info.

Weitere Informationen zum Weltbienentag und wie jede:r dazu beitragen kann: Bee Together

[i] https://igwildebiene.ch/bestaeubung/

[ii] Oré Barrios, C., Mäurer, E., Lippert, C., & Dabbert, S. (2017). Eine Ökonomische Analyse des Imkerei-Sektors in Deutschland: An Economic Analysis of the Beekeeping Sector in Germany. [Schlussbericht]. https://orgprints.org/id/eprint/32437/1/32437_15NA073_dabbert_uni_hohenheim_analyse_Imkerei.pdf

[iii] https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/wildbienen-verlierer-des-klimawandels

[iv] https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/wildbienen-stark-gefaehrdet

[v] https://www.wildbienen.info/artenschutz/index.php

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