Fachgespräch zu Umweltauswirkungen von Ernährung
ModErn betrachtet die Umweltauswirkungen der Ernährung und wie diese sich verändern würden, wenn wir uns alle nach den überarbeiteten Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ernähren würden. Im Rahmen des Vorhabens, das corsus im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) durchführt, fand nun am 16. April 2025 ein Fachgespräch statt, um mit Expert:innen auf Basis erster Ergebnisse zu diskutieren, welche Optimierungsszenarien abgebildet werden sollten.
Ernährung, also was wir essen und wie es erzeugt wird, verursacht gravierende Umweltauswirkungen und es ist seit langem bekannt, dass Änderungen in der Lebensmittelproduktion und bei den Konsumgewohnheiten notwendig sind, um die Belastungsgrenzen unseres Planeten einhalten zu können. Insbesondere bei Biodiversität, Landnutzung und Süßwassernutzung und geochemischen Stoffflüssen sowie Klimawandel ist der Einfluss der Ernährung erheblich. Um einschätzen zu können, welcher Beitrag zur Reduktion der Umweltauswirkungen und Einhaltung der planetaren Belastungsgrenzen durch die Einhaltung der aktualisierten DGE-Empfehlungen (Food-based Dietary Guidelines, FBDG) geleistet werden könnte, bilanziert corsus im Projekt ModErn die ökologischen Effekte der derzeitigen Ernährung in Deutschland. In einem Szenario wird abgebildet, wie sich die Umweltauswirkungen verändern würden, wenn die Ernährungsempfehlungen der DGE eingehalten würden. Hierauf basierend werden weitere Szenarien entworfen, wie zusätzliche Optimierungen erreicht werden könnten, um die planetaren Belastungsgrenzen einhalten zu können.
Genau dies wurde nun im Rahmen eines Fachgesprächs mit Expert:innen aus Deutschland und der Schweiz diskutiert. Die ersten Ergebnisse, die corsus vorstellte, bestätigen weitgehend die bereits veröffentlichte erste Abschätzung zu den Umweltauswirkungen der neuen Ernährungsempfehlungen der DGE, die Mitte 2024 veröffentlicht wurden. Jedoch insbesondere in Bezug auf die Wassernutzung und die dadurch verursachten Umweltauswirkungen ergeben sich neue Erkenntnisse, die angeregt diskutiert wurden. Die Diskussionsergebnisse des Fachgesprächs fließen in die weitere Ausarbeitung und Festlegung der Optimierungsszenarien ein. Das Vorhaben läuft bis Februar 2026. Im Herbst 2025 ist geplant, die Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Wir danken allen Teilnehmenden für ihre Zeit und die wertvollen Beiträge!
ModErn – Modellierung der ökologischen Effekte der überarbeiteten DGE-Ernährungsempfehlungen beauftragt durch das Umweltbundesamts (UBA, Förderkennzeichen: 3723 36 101 0; Laufzeit: Februar 2024 bis Februar 2026).




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