IHK-Nachhaltigkeitskonferenz 2026 rückt Unternehmenskultur in den Mittelpunkt

Die IHK-Nachhaltigkeitskonferenz 2026 widmete sich der zentralen Frage „Zwischen Werten und Wirklichkeit: Was heißt verantwortungsvolle Unternehmenskultur heute?“ und brachte am 24. April 2026 engagierte Akteur:innen aus verschiedenen Brachen in Schleswig-Holstein zusammen. Dr. Anke Butscher durfte vor Ort wertvolle Impulse mitnehmen und weitere Nordkontakte knüpfen.

Unter dem Leitgedanken, den Menschen in den Mittelpunkt nachhaltiger Entwicklung zu stellen, richtete sich die Konferenz an alle, die Veränderungsprozesse aktiv gestalteten: kleine und mittlere Unternehmen, Geschäftsführungen, Teamleitungen, Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -manager, Projektverantwortliche, Personalentwicklerinnen und Personalentwickler sowie engagierte Mitarbeitende.

Nachhaltigkeit entsteht dabei nicht allein durch Regulatorik, Berichte oder Managementprozesse. Vielmehr wurde deutlich, dass sie vor allem dort wächst, wo Menschen Verantwortung übernehmen, gemeinsame Werte leben und Veränderungen im Arbeitsalltag mitgestalten.

Genau hier setzte die Konferenz an: Sie zeigte, wie nachhaltige Unternehmenskultur gelingen kann und welche konkreten Ansätze bereits in der Praxis funktionieren.

Den Auftakt durch Thomas Buhck, geschäftsführender Gesellschafter der Buhck Gruppe und Präsident der IHK zu Lübeck veranschaulichte den Weg zur Klimaneutralität eines Unternehmens und wie die Mitarbeitenden auf diesem Weg mitgenommen werden können. Frau Prof. Dr. Natascha Kupka von der HAW Kiel beleuchtete, wie Veränderungsprozesse verstanden und gestaltet werden. Im Fokus standen geteilte Werte, transparente Kommunikation und eine konstruktive Konfliktkultur als Grundlage für eine nachhaltige Unternehmenskultur. Der Vortrag machte deutlich: Schon kleine Veränderungen können Großes bewirken – sei es durch gegenseitiges Vertrauen oder eine wertschätzende Führungskultur. Beide Faktoren steigern spürbar die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeitenden.

Ein weiterer Impuls kam von Anje Kluth von der Sustaineration GmbH. Unter dem Titel „Resilienz, Risiko, Rendite – die neue Rolle der Nachhaltigkeit“ beleuchtete sie, wie Nachhaltigkeit Unternehmen stabiler, zukunftsfähiger und wirtschaftlich erfolgreicher machen können. Dabei ging es unter anderem um aktuelle Anforderungen aus Finanzmarkt, Gesetzgebung, Kundenerwartungen und Klimarisiken. Diskutiert wurden auch zentrale Instrumente wie die Wesentlichkeitsanalyse, CSRD/VSME-Standards und den Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

Besonders praxisnah wurde es in der Pitch-Runde „Gute Beispiele aus der Praxis“. Unternehmen und Initiativen stellten ihre Nachhaltigkeitsprojekte vor. Das Format machte erfolgreiche Ansätze sichtbar, lieferte schnelle Impulse und lud zum Austausch ein.

Nach einer intensiven mittäglichen Vernetzung ging es weiter mit dem Beitrag „Zukunft geht gemeinsam: Green Teams als Treiber der Transformation“ von Lisa Buddemeier, vom Green Teams Netzwerk. Das Green Teams Netzwerk verbindet und unterstützt Mitarbeitende, die Nachhaltigkeit in Unternehmen, Verwaltungen, Kliniken und Organisationen von innen heraus vorantreiben – durch Wissen, Austausch, Sichtbarkeit und Vernetzung. Im anschließenden Diskussionspanel stand Nachhaltigkeit als Innovationstreiber im Mittelpunkt. Mit dabei waren Julia Carstens, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Prof. Dr. Natascha Kupka und Simon Feldmann von der Schwartauer Werke GmbH & Co. KG.

Zum Abschluss richteten Markus Kristen und Anne Hausmann vom terra institut den Blick auf die Inner Development Goals. Ihr Impuls „Nachhaltigkeit begann innen: Wie Unternehmenskultur mit den Inner Development Goals wirksam wurde“ zeigte, warum nachhaltige Transformation mehr braucht als Managementprozesse. Die Inner Development Goals bieten eine wertvolle Orientierung, um persönliche und zwischenmenschliche Fähigkeiten gezielt zu stärken, die für nachhaltige Veränderungsprozesse in Unternehmen unerlässlich sind.

Die Konferenz endete mit einem Networking-Ausklang sowie einem Check-In zur GO.GRØØN und zur N-ePower-Eröffnungsveranstaltung zum Thema Energiewende vor Ort.

Die Teilnehmenden erlebten einen Tag voller Inspiration, Austausch und konkreter Impulse – mit praxisnahen Ideen, starken Beispielen und wertvollen Kontakten zu innovativen Unternehmen aus Schleswig-Holstein.

Und wenn Sie Unterstützung brauchen, berät corsus Unternehmen und Organisationen dabei, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern, wirksam umzusetzen und Transformationsprozesse praxisnah zu gestalten.

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