Vier Fragen an Julius Wenzig zum Projekt Klimakampagne Gewerbestandorte für die Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) der Stadt Hamburg

Worum ging es in diesem Projekt?

Die Hamburger Behörde für Wirtschaft und Innovation (BWI) hat corsus und SCHIERRIEGER beauftragt, die Eckpunkte einer Kommunikationskampagne zu Klimaschutz für die in Hamburg ansässigen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu entwickeln. Die Kampagne soll die KMU befähigen, sich adäquat auf die steigenden Klimaschutzanforderungen vorzubereiten. Die Mittel für die Kampagne stammen aus dem Hamburger Klimaplan, mit dem die Klimaschutzziele der Stadt erreicht werden sollen. Der Fokus lag darauf, eine Kampagne zu entwickeln, die möglichst niedrigschwellig ist und die KMU über Veranstaltungen direkt in den Gewerbestandorten abholt.

Wie seid ihr vorgegangen?

Wir haben zuerst qualitative Interviews mit Expert:innen der Handwerks- und Handelskammer, der UmweltPartnerschaft und der Investitions- und Förderbank durchgeführt. Das war uns wichtig, da sie bereits seit vielen Jahren eng mit KMUs zu Klimaschutzfragen zusammenarbeiten und uns wichtige Einblicke in die Zielgruppe geben konnten. Basierend auf diesen Erkenntnissen haben wir einen Workshop mit den bezirklichen Wirtschaftsförderungen und den Verantwortlichen des Klimaschutzmanagements durchgeführt, um die gesammelten Erkenntnisse zu validieren und mit den spezifischen Gegebenheiten in den Bezirken anzureichern. Zudem haben wir die statistischen Daten der produzierenden KMUs sowie die wichtigsten Gewerbestandorte der Hamburger Bezirke über das Geoinformationssystem der Stadt analysiert.

Was war die größte Herausforderung im Projekt?

In der Stadt Hamburg gibt es viele verschiedene Akteur:innen, die bereits zu Klimaschutz in Unternehmen arbeiten. Selbstverständlich ist es nicht einfach, eine gemeinsame Linie zu finden, die alle Interessen mit aufnimmt und von allen getragen wird. Deswegen haben wir zu Beginn des Projekts einen großen Schwerpunkt darauf gelegt, möglichst viele dieser Akteur:innen zu involvieren und deren Erfahrungen und Wünsche aufzunehmen. Durch den intensiven Austausch ist es uns aber meines Erachtens gut gelungen, die Akteur:innen einzubinden.

Wie geht es nun weiter?

Wir haben den Endbericht mit den Eckpunkten der Kommunikationskampagne mit der BWI abgestimmt. Nun übernimmt die BWI wieder das Ruder. Wenn die Budgetverhandlungen mit dem Senat erfolgreich laufen, wird die Durchführung der Kampagne wieder extern vergeben. Für uns war es ein spannendes Projekt zu Klimaschutz in Hamburg und wir stehen der BWI gerne mit weiterer Beratung zur Seite.

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