Sustainable Economy Summit 2026: Rückenwind für die Wirtschaft der Zukunft
Die Geschäftsführerinnen von corsus, Dr. Ulrike Eberle und Dr. Anke Butscher, nehmen diese Woche am Sustainable Economy Summit 2026 mitten im politischen Herzens Berlin teil. Der diesjährige Kongress zeigt deutlich: Auch in diesen Zeiten besteht noch Hoffnung und gemeinsam lässt sich eine nachhaltige Zukunft für alle im Einklang mit den planetaren Grenzen und den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen realisieren.
Der Sustainable Economy Summit, der vom 21. bis 22. April stattfindet, ermöglichte es Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, Innovationen und Lösungen branchenübergreifend zu präsentieren und zu diskutieren. Rita Schwarzelühr-Sutter, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass „Klimaschutz […] auch in dieser Bundesregierung Priorität“ hat. Das ist ermutigend zu hören, denn die Signale aus dem Wirtschaftsministerium lassen derzeit klar einen anderen Eindruck entstehen. Prof. Dr. Maja Göpel, Politökonomin, Transformationsexpertin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin sowie Mitglied in der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome und beim World Future Council, wies als Speakerin darauf hin, dass Wachstum kein Ziel sein kann, sondern bestenfalls ein Mittel ist, um Ziele zu erreichen. Göpel unterstrich, dass eine zukunftsfähige Wirtschaft nicht nur auf Effizienz, sondern auf ganzheitliche Werte ausgerichtet sein muss: Sie sollte fragen, was wirtschaftliches Handeln tatsächlich schafft – und was es verbraucht. Entscheidend ist, die Grundlagen unseres Wohlstands zu erhalten und zu stärken: ökologisch, sozial und institutionell.
„Klimaschutz hat – laut Aussage von Rita Schwarzelühr-Sutter – nach wie vor Priorität in der Bundesregierung. Hoffen wir, dass sich diese Meinung auch bei den Koalitionspartner:innen durchsetzt und die Weichen endlich deutlich für mehr und nicht weniger Klimaschutz gestellt werden“, unterstreicht Ulrike Eberle.
corsus erhielt zudem Einblicke in „Demokratie und Nachhaltigkeitstransformation: Mut zur Zukunft in polarisierten Zeiten. Welche Rolle spielen Unternehmen?“, präsentiert von Host Johannes Zieseniß. Der Fokus des Workshops lag dabei auf der Frage, wie Unternehmer:innen, besonders in polarisierten Zeiten auch die Demokratie stärken können. Diskutiert wurde etwa, wie der Zulauf rechter Parteien mit den Fortschritten der Nachhaltigkeitstransformationen in Einklang gebracht werden kann. Als zentrales Element wurde die Corporate Political Responsibility (CPR) beleuchtet. CPR versteht sich als Anforderung an Unternehmen, aktiv Verantwortung für ein demokratisches Miteinander sowie für nachhaltige, resiliente und zukunftsfähige Unternehmen zu übernehmen. Unternehmen schlüpfen hier in die Rolle, Zukunft und Gesellschaft bewusst mitzugestalten.
Ein weiterer Höhepunkt des Summits war die Keynote von Dr. Robert Habeck, Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland (2021-2025), und einem der überzeugendsten Redner Deutschlands. Auch beim diesjährigen Sustainable Economy Summit setzte er mit seinem unverwechselbaren klaren, verständlichen und leidenschaftlichen Kommunikationsstil zentrale Impulse für die Debatte. Als prägender und erfahrener Gestalter der Wirtschafts-, Klimaschutz- und Energiepolitik betonte er, dass Europa nur resilienter und zukunftsfähiger wird, wenn wir Energiesicherheit, wirtschaftliche Stärke und Klimaschutz gemeinsam denken. Die Energiekrise habe gezeigt, dass geopolitische Herausforderungen nicht als Hindernis, sondern als Chance für eine unabhängige, grüne Energieversorgung verstanden werden müssten. Die Aufgabe besteht nun darin, die Weichen für Investitionen in grüne Technologien und Innovationen zu stellen.
Anke Butscher betont: „Nicht überrascht hat mich das Umfrageergebnis des Sustainable Economy Barometer von Civey, dass ein verpflichtendes Nachhaltigkeitsregporting und ein einheitliches Lieferkettengesetz keinen maßgeblichen Beitrag als Instrumente für eine klimaneutrale und nachhaltige Wirtschaft leisten.“
Besonders beeindruckend war unter anderem, dass das Gipfeltreffen selbst zu einem Ort der nachhaltigen Transformationslösung wurde. Die Konzeption, Veranstaltungsorganisation sowie Bereitstellung von nachhaltigen Produkten und Speisen folgten dem übergeordneten Nachhaltigkeitsprinzip „Vermeiden – Reduktion – Kompensation“. Wie beim Gipfeltreffen 2023 setzte das Catering konsequent auf vegane und vegetarische Gerichte, regionale Bio-Lebensmittel sowie auf Maßnahmen wie recycelbare Verpackungen und die Vermeidung von Food-Waste und erzielte so die größte CO₂e-Einsparung. Zudem war der Summit als eine der ersten Veranstaltungen offiziell mit dem „Blauen Engel“ für Veranstaltungen zertifiziert, erläuterte Prof. Dr. Katherina Reuter in Ihrer Begrüßung. Der „Blaue Engel“ – das deutsche Umweltzeichen – zeichnet mit dem DE-ZU 236 besonders klimafreundliche und ressourcenschonende Veranstaltungen aus.
Der Sustainable Economy Summit 2026 ist nicht nur eine Plattform für inspirierende Diskussionen und innovative Lösungen, sondern auch ein kraftvolles Symbol, das Mut und Hoffnung stärkt. Für corsus war die Teilnahme eine wertvolle Motivation, den Weg in eine nachhaltige und gerechte Zukunft noch kraftvoller und greifbarer zu gestalten und mit noch mehr Engagement weiterzugehen: getragen vom Rückenwind für eine Wirtschaft, die Verantwortung übernimmt.



