Teil 2 der WWF-Studie veröffentlicht: Wasserverbrauch und Wasserknappheit

Teil 2 der Studie zu den Umweltauswirkungen deutscher Ernährung, die corsus im Auftrag des WWF-Deutschland durchgeführt hat, wurde heute veröffentlicht. In der Ökobilanzstudie wurden sowohl die Auswirkungen auf Klima, Wasserknappheit und terrestrische Biodiversität bewertet als auch die benötigte Fläche, der Verbrauch von blauem Wasser und der Stickstoff-Fußabdruck ermittelt. Als Verbrauchsgrundlage hierfür diente der durchschnittliche Lebensmittelkonsum einer in Deutschland lebenden Person. Zusätzlich wurden erstmals die Empfehlungen der Eat-Lancet-Kommission in drei weitere alternative Warenkörbe übersetzt: für eine flexitarische, vegetarische und vegane Ernährung in Deutschland.

Im zweiten Teil der Studie liegt der Fokus auf dem Wasserverbrauch und dem Wasserknappheitsfußabdruck der deutschen Ernährung. Die Ergebnisse sind erstaunlich: zur Lebensmittelversorgung von Deutschland werden weltweit pro Jahr 2,4 Mrd. m³ blaues Wasser verbraucht. Zum Vergleich: der Chiemsee enthält 2,05 Mrd. m³. Das meiste davon wird außerhalb von Deutschland verbraucht.

Eine weitere spannende Erkenntnis ergibt sich aus der Betrachtung des Wasserknappheitfußabdrucks. 96 % gehen auf das Konto von pflanzlichen Lebensmitteln. Dieser hohe Anteil ist zurückzuführen auf einige wenige Lebensmittel, welche einen sehr hohen Wasserbedarf in einer bereits von extremer Wasserknappheit betroffenen Regionen haben: zum Beispiel Orangen aus Spanien oder kalifornische Mandeln.

Welche Empfehlungen der WWF aus diesen und weiteren Ergebnissen der Studie ableitet, kann ab heute im zweiten Teil der Studie nachgelesen werden.

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